Vatikan

Noch im Krankenhaus: Papst Leo XIV. telefoniert mit Putin

Noch während seiner Genesung im Krankenhaus wendet sich Papst Leo XIV. mit einem dringenden Anliegen direkt an Wladimir Putin.

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Andreas Nachbar
2 min Lesezeit
Noch im Krankenhaus: Papst Leo XIV. telefoniert mit Putin
(c) Screenshot | YouTube | Vatican News

Während in der südukrainischen Stadt Oleshky Zivilisten dringend auf Hilfe angewiesen sind, richtet Papst Leo XIV. einen eindringlichen Appell an Wladimir Putin. Der Papst fordert eine Feuerpause, um Lebensmittel und Medikamente in die belagerte Stadt zu bringen und Menschen eine sichere Flucht zu ermöglichen. Zugleich gibt es aus dem Vatikan positive Nachrichten über die Genesung des Kirchenoberhaupts nach einer Lungenoperation.

Hoffnung auf humanitäre Korridore

Im Zentrum des Gesprächs stand die dramatische Lage in Oleshky in der südukrainischen Region Cherson. Papst Leo XIV. drängte auf eine Feuerpause, damit dringend benötigte Lebensmittel und medizinische Hilfsgüter die Stadt erreichen können. Zugleich soll die Zivilbevölkerung die Möglichkeit erhalten, das Gebiet freiwillig und sicher zu verlassen.

Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin betonte, dass die Initiative vom Papst selbst ausgegangen sei. In der belagerten Stadt hielten sich seinen Angaben zufolge rund 2.000 Zivilisten auf, die dringend humanitäre Auswege benötigten. Neben der Versorgung der Menschen gehe es daher auch darum, jenen die Evakuierung zu ermöglichen, die Oleshky verlassen möchten.

Parolin äußerte die Hoffnung, dass Putin dem Appell nachkommen werde. Dass der russische Präsident das Telefonat angenommen und das Gespräch geführt habe, wertete er vorsichtig als mögliches positives Signal. Es bleibe zu hoffen, „dass dies ein gutes Vorzeichen ist“ und die Bitte des Papstes tatsächlich umgesetzt werde.

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Erste Audienzen nach Lungenoperation

Unterdessen vermeldet der Vatikan einen weiterhin positiven Genesungsverlauf. Papst Leo XIV., der sich seit Dienstag in der römischen Gemelli-Klinik von einer Operation zur Entfernung eines bösartigen Lungentumors erholt, zeigt laut den behandelnden Ärzten eine stetige Verbesserung seines Allgemeinzustands. Blutuntersuchungen und eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs am Freitagvormittag hätten diese Entwicklung bestätigt. Die Atemtherapien würden fortgesetzt.

Wie der vatikanische Pressesaal berichtet, gewinnt Papst Leo XIV. zunehmend seine Selbstständigkeit zurück. Nach Angaben des Vatikans kann er seine üblichen täglichen Aktivitäten wieder vollständig eigenständig ausführen. Am Freitag empfing er zudem zwei hochrangige Kirchenvertreter: Kardinal Luis Antonio Tagle, Dekan des Kardinalskollegiums und Pro-Präfekt des Dikasteriums für Evangelisierung, sowie Kardinal Baldo Reina, seinen Generalvikar für die Diözese Rom.

Dank an das Klinikpersonal

Ein besonderer Moment galt am Mittag dem Krankenhauspersonal. Im eigens eingerichteten Raum im zehnten Stock des Klinikums feierte Leo XIV. die Heilige Messe gemeinsam mit Ärzten, Pflegekräften, weiteren Mitarbeitern und Angehörigen der vatikanischen Gendarmerie. In seiner Predigt würdigte er den täglichen Einsatz des Personals für kranke und besonders verletzliche Menschen. Zugleich dankte er ausdrücklich für die Betreuung, die ihm selbst zuteil wird. Die Kommunion spendete der Papst den Anwesenden persönlich.

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Redakteur / Autor bei GodMag.

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