Glauben

Bischof Overbeck ruft zu „unbeirrbarer Hoffnung“ in unsicheren Zeiten auf

Trotz politischer Krisen und wachsender gesellschaftlicher Sorgen hat der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck in seiner Neujahrsbotschaft zu einem mutigen Start ins Jahr 2026 aufgerufen. Dabei betonte er, dass christliche Hoffnung

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Andreas Nachbar
2 min Lesezeit
Bischof Overbeck ruft zu „unbeirrbarer Hoffnung“ in unsicheren Zeiten auf
(c) Bildnachweis: Screenshot | YouTube | Bistum Essen

Trotz politischer Krisen und wachsender gesellschaftlicher Sorgen hat der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck in seiner Neujahrsbotschaft zu einem mutigen Start ins Jahr 2026 aufgerufen. Dabei betonte er, dass christliche Hoffnung kein naiver Optimismus sei, sondern das konsequente Festhalten an menschlichen Werten. Außerdem blickte er auf das berufliche wie ehrenamtliche Engagement der Gläubigen, das für ihn eine entscheidende Rolle in der Gesellschaft einnimmt.

Engagement als Stütze für Zusammenhalt und Menschlichkeit

Angesichts politischer Unsicherheiten und wachsender gesellschaftlicher Spannungen hat der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck die Menschen zu einem mutigen Start ins Jahr 2026 aufgerufen. In seiner am Montag veröffentlichten Neujahrsbotschaft betonte der Ruhrbischof, dass christliche Zuversicht eine wichtige Stütze für das Gemeinwesen sei. „Was auch immer kommt, Gott wird uns die nötige Weisheit und Kraft schenken, um allen Herausforderungen zu begegnen“, sagte Overbeck.

Bischof Overbeck hob in seiner Botschaft besonders das praktische Engagement der Gläubigen hervor – sei es beruflich oder ehrenamtlich in Pfarreien, Kitas, Schulen oder Verbänden. Dieser Einsatz sei kein Selbstzweck, sondern trage entscheidend dazu bei, die Gesellschaft „mitfühlend und menschlich“ zu halten. Weiter würdigte Overbeck das Engagement als wichtigen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt, der weit über wirtschaftliche oder politische Interessen hinausgehe. So könne die Kirche auch künftig „eine integrative und stärkende Kraft“ sein und verbinden, „was derzeit auseinanderzufallen droht“.

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Hoffnung – „kein naiver Optimismus“

Bischof Overbeck betonte deutlich, dass christliche Hoffnung nichts mit oberflächlichem Optimismus zu tun habe. Sie sei weit mehr als „naiver Optimismus oder bloßes Wunschdenken“. Vielmehr bedeute Hoffen, „unbeirrt am Sinn und Wert unseres Tuns festzuhalten, selbst wenn der Erfolg ungewiss ist oder lange auf sich warten lässt“. In einer Zeit, die viele als Phase der Unsicherheit empfinden, versteht der Essener Oberhirte den Glauben als Orientierung, die Kraft gibt, Verantwortung zu übernehmen und Resignation entgegenzuwirken.

Bischof Overbeck hatte bereits in der Christmette über die Bedeutung des gesellschaftlichen Zusammenhalts gesprochen. Dabei betonte er, dass dieser nur gesichert werden könne, wenn auch eine verlässliche staatliche Ordnung besteht, die soziale Gerechtigkeit gewährleistet und die Lasten zwischen den Generationen fair verteilt. Die junge Generation dürfe nicht überfordert und die Altersarmut „zielgenau und wirksam“ bekämpft werden,

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Über Andreas Nachbar

Aufgewachsen in einer katholischen Familie, prägt mich der katholische Glauben seit meiner Kindheit. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit ein vertieftes Interesse an der Tradition des Christentums, der Lehre der katholischen Kirche und der Bedeutung des Glaubens für das persönliche Leben und die Gesellschaft. Durch theologische Weiterbildung vertiefe ich meine Kenntnisse und setze mich mit den Fragen auseinander, die Kirche und Christentum in der Gegenwart bewegen. Themenschwerpunkte sind Familie, Kirche und Glaube, Bildung und Gesellschaft.

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