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hl. Albert der Große

Kirchenlehrer, Bischof von Regensburg

* 1200 in Lauingen an der Donau† 1280 in KölnGedenktag (nicht geboten) 15. November

Der Dominikaner aus Lauingen war Lehrer des Thomas von Aquin, Bischof von Regensburg und einer der größten Gelehrten des Mittelalters. Er ist Kirchenlehrer, Patron der Naturwissenschaftler und in Köln begraben.

Er ist der einzige Gelehrte des Abendlandes, der den Beinamen „der Große“ trägt – ein Titel, der sonst Kaisern und Königen vorbehalten war. Schon seine Zeitgenossen staunten über ihn: Ein Schüler nannte ihn das Wunder seiner Zeit.

Albert wurde um 1200 in Lauingen an der Donau geboren. Als junger Mann ging er zum Studium nach Padua, damals eine der berühmtesten Universitäten Europas. Dort hörte er die Predigten Jordans von Sachsen, des Ordensmeisters der Dominikaner, und trat 1223 gegen Widerstände in seiner Familie in den Orden ein.

Lehrer des Thomas von Aquin

Seine Begabung fiel schnell auf. Der Orden schickte ihn nach Paris, an die bedeutendste Universität der Zeit. 1248 sollte er in Köln eine theologische Hochschule des Ordens aufbauen – und brachte aus Paris einen Studenten mit, der später noch berühmter werden sollte als er selbst: Thomas von Aquin. Köln wurde Alberts Stadt. Er lebte dort immer wieder und kehrte stets zurück.

1254 wurde er Provinzial der deutschen Ordensprovinz und wanderte zu Fuß durch weite Teile Mitteleuropas, um die Klöster zu besuchen. Papst Alexander IV. holte ihn als Berater an seinen Hof und machte ihn 1260 zum Bischof von Regensburg. Albert ordnete das zerrüttete Bistum, stiftete Frieden in der Stadt – und gab das Amt nach zwei Jahren wieder ab, um nach Köln zurückzukehren.

Glaube und Naturwissenschaft

Was Albert so besonders macht, ist die Weite seines Denkens. Er beschäftigte sich nicht nur mit Philosophie und Theologie, sondern mit fast allem, was man damals wissen konnte: Physik, Chemie, Astronomie, Mineralogie, Botanik, Zoologie. Er beobachtete, beschrieb und ordnete. Und er öffnete der christlichen Theologie die Philosophie des Aristoteles, die vielen damals als gefährlich galt. Für Albert gab es keinen Widerspruch zwischen Glaube und Vernunft. Papst Benedikt XVI. hat es so zusammengefasst: Zwischen Wissenschaft und Glaube besteht Freundschaft.

Seine mehr als 70 Werke ergäben heute rund 22.000 Druckseiten. Das Albertus-Magnus-Institut in Bonn arbeitet seit 1931 an einer kritischen Gesamtausgabe.

Sein Grab in Köln

Albert war ein Mann des Ausgleichs. Er vermittelte in Köln im Streit zwischen Erzbischof und Bürgerschaft und setzte sich 1274 beim Konzil von Lyon für die Einheit mit der Ostkirche ein. Er starb 1280 in seinem Kölner Konvent.

Seit dem 25. November 1954 ruhen seine Gebeine in einem römischen Sarkophag in der Krypta von St. Andreas in Köln, wo die Dominikaner jedes Jahr um seinen Festtag eine Albertfestwoche feiern. Papst Johannes Paul II. betete 1980 an seinem Grab. 1931 sprach Pius XI. Albert heilig und erklärte ihn zum Kirchenlehrer; Pius XII. machte ihn zum Patron der Naturwissenschaftler.

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