• Lehrer/in

Prof. Dr. Charlotte Kreuter-Kirchhof

Vizekoordinatorin des Wirtschaftsrats des Heiligen Stuhls

Die Düsseldorfer Professorin für öffentliches Recht, Völker- und Europarecht gehört seit 2020 dem Wirtschaftsrat des Vatikans an und ist Stellvertreterin von Kardinal Marx. Sie leitet den Hildegardis-Verein.

Charlotte Kreuter-Kirchhof ist Rechtswissenschaftlerin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und eine der einflussreichsten Laien aus Deutschland im Vatikan. Seit 2020 gehört sie dem Wirtschaftsrat des Heiligen Stuhls an und ist dort Stellvertreterin des Koordinators Kardinal Reinhard Marx. Papst Leo XIV. bestätigte beide im August 2026 im Amt.

Juristin und Hochschullehrerin

Kreuter-Kirchhof studierte Rechtswissenschaften in Heidelberg, Genf und Tübingen. An der Juristischen Fakultät der Universität Düsseldorf lehrt sie als Professorin deutsches und ausländisches öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht.

Engagement für Frauen in Bildung und Beruf

Sie ist Vorsitzende des Hildegardis-Vereins, der ältesten Einrichtung zur Förderung katholischer Frauen in Studium und beruflicher Ausbildung in Deutschland. Den Einsatz für eine stärkere Verantwortung von Frauen in Leitungsämtern der Kirche sieht sie als ausdrücklichen Wunsch des Papstes.

Im Wirtschaftsrat des Vatikans

Am 6. August 2020 berief Papst Franziskus sie zusammen mit fünf weiteren Frauen in den Wirtschaftsrat – das Gremium hatte zuvor nur aus Männern bestanden. Der Rat beaufsichtigt die Verwaltungs- und Finanzstrukturen des Heiligen Stuhls und des Vatikanstaats; er genehmigt den jährlichen Haushaltsplan und den Abschluss und legt beides dem Papst vor. Kardinäle und Laien sind darin gleichberechtigt stimmberechtigt.

Als Vizekoordinatorin arbeitet sie eng mit Kardinal Marx zusammen. Am 11. August 2026 bestätigte Papst Leo XIV. sie in dieser Aufgabe. Die Zusammenarbeit im Rat beschreibt sie als vertrauensvoll und synodal; entscheidend seien allein Sachkenntnis und das bessere Argument. Die Gründung des Rates versteht sie auch als Antwort auf frühere Finanzskandale im Vatikan.

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