Dr. Irme Stetter-Karp

Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken

Die Sozialwissenschaftlerin aus Ellwangen leitete die Caritas der Diözese Rottenburg-Stuttgart und war Vizepräsidentin des Deutschen Caritasverbandes. Seit 2021 ist sie Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

Irme Stetter-Karp ist seit November 2021 Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), der wichtigsten Vertretung der katholischen Laien in Deutschland. Nach Rita Waschbüsch ist sie die zweite Frau an seiner Spitze. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz war sie Co-Präsidentin des Synodalen Wegs.

Herkunft und Ausbildung

Stetter-Karp wurde 1956 in Ellwangen geboren. Sie ließ sich zur Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin ausbilden und studierte parallel zur Familienzeit ab 1990 an der Universität Tübingen. Später wurde sie in den Sozialwissenschaften promoviert. Sie ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern.

Im Dienst der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Ihr Berufsweg führte sie durch die kirchliche Jugend- und Sozialarbeit. Sie war unter anderem Vorsitzende des BDKJ und Leiterin des Bischöflichen Jugendamtes ihrer Diözese, danach sechs Jahre Diözesancaritasdirektorin. Ab 2006 leitete sie als Ordinariatsrätin die Hauptabteilung Caritas im Bischöflichen Ordinariat in Rottenburg. 2020 trat sie in den Ruhestand.

Verbände und Ehrenämter

Mehr als zehn Jahre war sie Bundesvorsitzende des katholischen Sozialverbands IN VIA. Von 2010 bis 2022 war sie Vizepräsidentin des Deutschen Caritasverbandes. Im November 2020 wählte sie der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge zu seiner Präsidentin. Sie gehört zu den Gründungsmitgliedern des Landesverbands von donum vitae in Baden-Württemberg.

Präsidentin des ZdK

Am 19. November 2021 wählte die Vollversammlung sie in Berlin zur Präsidentin; im November 2025 wurde sie mit über 80 Prozent der Stimmen für eine zweite Amtszeit bestätigt. Sie setzt sich für die Gleichberechtigung von Frauen in der Kirche ein, für die konsequente Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs und für eine wehrhafte Demokratie. Unter ihrer Leitung grenzt sich das ZdK deutlich von der AfD ab. Das ZdK organisiert die Katholikentage, zuletzt in Würzburg 2026.

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