Gemälde von Caravaggio: Die heilige Katharina kniet in prächtigem Gewand neben einem zerbrochenen Rad und hält ein Schwert.
Caravaggio, „Die hl. Katharina von Alexandrien“ (um 1598), Museo Nacional Thyssen-Bornemisza, Madrid, gemeinfrei via Wikimedia Commons
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  • Märtyrer/in

hl. Katharina von Alexandrien

Jungfrau und Märtyrin

Gedenktag (nicht geboten) 25. November

Die gelehrte Märtyrerin aus Alexandria gehört zu den vierzehn Nothelfern und ist an ihrem Rad zu erkennen. Historisch ist sie nicht fassbar, ihre Verehrung reicht aber bis ins 6. Jahrhundert zurück.

Sie gehört zu den vierzehn Nothelfern, im Mittelalter war sie eine der meistverehrten Heiligen überhaupt, und ihr Zeichen, das zerbrochene Rad, kennt man aus unzähligen Kirchen. Und doch muss man bei Katharina von Alexandrien ehrlich sein: Historisch fassen lässt sie sich nicht.

Was die Legende erzählt

Nach der Überlieferung war Katharina eine junge, hochgebildete Frau aus vornehmer Familie in Alexandria, die zum christlichen Glauben fand. Als der Kaiser die Christen verfolgen ließ, trat sie ihm entgegen. Er ließ die besten Philosophen kommen, um mit ihr zu disputieren – und sie überzeugte sie. Einige von ihnen wurden selbst Christen und dafür hingerichtet. Katharina sollte auf einem Rad mit Messern zu Tode gemartert werden, doch das Rad zerbrach. Schließlich wurde sie enthauptet.

Wegen dieser Geschichte wurde sie zur Patronin der Gelehrten, der Philosophen und der Studierenden.

Was wir sicher wissen

Ihre ältesten Lebensbeschreibungen entstanden erst Jahrhunderte nach der Zeit, in der sie gelebt haben soll. Bei der Kalenderreform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde ihr Gedenktag deshalb 1969 aus dem Römischen Generalkalender gestrichen, wie die Feste anderer Heiliger, deren Existenz sich nicht verlässlich belegen ließ. Das hieß nicht, dass die Kirche sie für erfunden erklärte, sondern nur, dass sie geschichtlich nicht nachweisbar ist.

2002 nahm Papst Johannes Paul II. sie als nicht gebotenen Gedenktag wieder in den Kalender auf. Gesichert ist auch, wie alt ihre Verehrung ist: Im 6. Jahrhundert ließ Kaiser Justinian am Fuß des Sinai das Kloster errichten, das heute ihren Namen trägt. Ihr Gedenktag ist der 25. November.

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