
- Heilig
- Missionar/in
hl. Matthias
Apostel
Fest 24. Februar
Der Jünger wurde nach der Himmelfahrt Jesu durch das Los an Stelle des Judas in den Kreis der Zwölf gewählt. Sein Grab in Trier ist das einzige Apostelgrab nördlich der Alpen.
Er gehörte nicht zu den Zwölf, die Jesus am See von Galiläa berief. Und doch wurde er Apostel, durch Gebet und Los. Matthias trat an die Stelle des Judas Iskariot, und er ist der einzige Apostel, dessen Grab nördlich der Alpen verehrt wird: in Trier.
Alles, was die Bibel über ihn berichtet, steht in wenigen Versen der Apostelgeschichte (Apg 1,15–26). Nach der Himmelfahrt Jesu und vor Pfingsten versammelte Petrus die Jünger in Jerusalem. Der Kreis der Zwölf sollte wieder vollständig werden. Infrage kam nur, wer von der Taufe Jesu bis zu seiner Himmelfahrt mit ihnen gewesen war und so Zeuge seiner Auferstehung sein konnte. Zwei Männer wurden vorgeschlagen, Josef Barsabbas und Matthias. Die Jünger beteten und warfen das Los. Es fiel auf Matthias.
Was danach geschah
Über sein weiteres Wirken weiß die Bibel nichts. Spätere Überlieferungen lassen ihn in Judäa predigen und dort als Märtyrer sterben; andere verlegen sein Wirken nach Griechenland, an das Schwarze Meer oder nach Äthiopien.
Das Apostelgrab in Trier
Nach der Überlieferung ließ Kaiserin Helena, die Mutter Konstantins, im 4. Jahrhundert Reliquien des Apostels nach Trier bringen. Im 12. Jahrhundert wurden in der Abtei St. Eucharius Gebeine „aufgefunden“, die man ihm zuschrieb; die Abtei heißt seither St. Matthias. Die Auffindung diente, so die Historiker, auch dem Ansehen des Trierer Erzbischofs. Seit dem Mittelalter pilgern Matthias-Bruderschaften zu seinem Grab, bis heute. Matthias ist Patron des Bistums Trier.
Im Generalkalender wird Matthias am 14. Mai gefeiert. Das deutsche Sprachgebiet hat bei der Liturgiereform den alten Termin beibehalten und feiert sein Fest am 24. Februar. Weil der Tag als Vorbote des Frühlings galt, ranken sich um ihn zahlreiche Bauernregeln.