- Kardinal/Bischof
- Theologe/Theologin
Kardinal Rainer Maria Woelki
Erzbischof von Köln
* 18. August 1956 in Köln
Der gebürtige Kölner ist seit 2014 Erzbischof von Köln und seit 2012 Kardinal. Zuvor war er Weihbischof in Köln und Erzbischof von Berlin. Er nahm an den Papstwahlen 2013 und 2025 teil.
Rainer Maria Woelki leitet seit 2014 das Erzbistum Köln, eine der größten und traditionsreichsten Diözesen der Welt. Der gebürtige Kölner war zuvor Erzbischof von Berlin und ist seit 2012 Kardinal. In der Debatte um den Synodalen Weg zählt er zu den Bischöfen, die eng an der Linie Roms festhalten.
Herkunft und Priesterweihe
Woelki wurde am 18. August 1956 in Köln geboren und wuchs im Stadtteil Mülheim auf. Er studierte Theologie in Bonn und wurde am 14. Juni 1985 zum Priester geweiht. Später wurde er im Fach Theologie promoviert.
Seelsorger und Ausbilder
Nach seiner Kaplanszeit in Neuss war er ab 1989 Militärseelsorger in Münster und danach Kaplan in Ratingen. 1990 holte ihn Kardinal Joachim Meisner als Erzbischöflichen Kaplan und Geheimsekretär an seine Seite. Ab 1997 leitete er das Collegium Albertinum in Bonn, das Theologenkonvikt für die Priesteramtskandidaten des Erzbistums.
Weihbischof in Köln
Am 24. Februar 2003 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof in Köln; die Bischofsweihe empfing er am 30. März 2003. Sein Wahlspruch lautet Nos sumus testes – „Wir sind Zeugen“ (Apg 5,32).
Erzbischof von Berlin
Am 2. Juli 2011 wurde er Erzbischof von Berlin und wechselte damit vom katholischen Rheinland in die Diaspora der Hauptstadt. Wenige Wochen nach seiner Amtseinführung empfing er Papst Benedikt XVI. bei dessen Deutschlandbesuch. Am 18. Februar 2012 nahm ihn Benedikt XVI. in das Kardinalskollegium auf; seine Titelkirche ist San Giovanni Maria Vianney. Er war damals das jüngste Mitglied des Kollegiums.
Erzbischof von Köln
Am 11. Juli 2014 ernannte ihn Papst Franziskus zum Erzbischof von Köln und damit zum Nachfolger von Kardinal Meisner. Woelki nahm an den Konklaven von 2013 und 2025 teil. Im Vatikan gehört er unter anderem den Dikasterien für den Gottesdienst, für den Klerus, für die Heiligsprechungen und für die Einheit der Christen an.
Seine Amtszeit in Köln ist von der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs und einer tiefen Vertrauenskrise im Erzbistum geprägt. Nach einer mehrmonatigen geistlichen Auszeit bot er Papst Franziskus 2022 seinen Rücktritt an; der Papst ließ ihn im Amt. Woelki setzt in Köln auf neue Formen der Glaubensweitergabe und auf die Förderung geistlicher Berufungen. Im Sommer 2026 reiste er solidarisch zu den Christen im Heiligen Land und im Libanon.