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Bischof Rudolf Voderholzer
Bischof von Regensburg
Der Münchner Dogmatiker lehrte in Trier und ist seit 2013 Bischof von Regensburg. Er leitet das Institut Papst Benedikt XVI., das die Schriften Joseph Ratzingers herausgibt, und zählt zu den deutlichsten Kritikern des Synodalen Wegs.
Rudolf Voderholzer ist seit 2013 Bischof von Regensburg, einem der ältesten Bistümer Deutschlands. Der Münchner Dogmatiker lehrte zuvor in Trier und leitet das Institut Papst Benedikt XVI., das die Gesammelten Schriften Joseph Ratzingers herausgibt. In der Debatte um den Synodalen Weg gehört er zu den deutlichsten Kritikern unter den deutschen Bischöfen.
Herkunft und Priesterweihe
Voderholzer wurde am 9. Oktober 1959 in München geboren und wuchs als ältestes von vier Geschwistern zunächst im Stadtteil Schwabing auf. Nach dem Theologiestudium empfing er am 17. Juni 1987 durch Kardinal Friedrich Wetter die Priesterweihe für das Erzbistum München und Freising und war anschließend in der Seelsorge tätig.
Theologe und Professor
Seine wissenschaftliche Arbeit widmete er besonders dem französischen Theologen Henri de Lubac, der Lehre von der göttlichen Offenbarung und der Auslegung des Zweiten Vatikanischen Konzils. Nach einer Lehrtätigkeit an der Universität Freiburg in der Schweiz wurde er 2005 Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Theologischen Fakultät Trier. Dort betreute er unter anderem die Habilitation des späteren Passauer Bischofs Stefan Oster. Seit der Gründung 2008 leitet er das Institut Papst Benedikt XVI. in Regensburg.
Bischof von Regensburg
Am 6. Dezember 2012 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Bischof von Regensburg als Nachfolger von Gerhard Ludwig Müller, der Präfekt der Glaubenskongregation geworden war. Am 26. Januar 2013 weihte ihn Kardinal Reinhard Marx im Regensburger Dom; Mitkonsekratoren waren Gerhard Ludwig Müller und der Pilsener Bischof František Radkovský. Mit dem Bistum Pilsen pflegt Voderholzer seither eine enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit.
Das Bistum Regensburg zählt rund 1,2 Millionen Katholiken. Voderholzer ist bekannt für seine Liebe zur Volksfrömmigkeit und für seine Krippensammlung. Er veröffentlicht regelmäßig theologische und geistliche Schriften, darunter eine Sonntagsbibel mit Betrachtungen von Joseph Ratzinger.