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hl. Severin

Mönch, Apostel Noricums

* 410† 8. Januar 482 in Favianis (Mautern an der Donau)

Der Mönch stand den Menschen an der Donau bei, als das Römische Reich zerfiel: Er kaufte Gefangene frei, versorgte Hungernde und gründete Klöster in Passau und Mautern.

Das Römische Reich zerfiel, die Grenzen an der Donau lösten sich auf, Germanenstämme zogen plündernd durch das Land. Mitten in diesem Chaos tauchte um die Mitte des 5. Jahrhunderts ein Mönch auf, von dem niemand wusste, woher er kam. Er hieß Severin, und er wurde für die Menschen zwischen Wien und Passau zum Retter in der Not.

Fast alles, was wir über ihn wissen, verdanken wir seinem Schüler Eugippius, der 511 seine Lebensbeschreibung verfasste. Sie ist zugleich eine der wichtigsten Quellen über das Ende der Römerzeit im heutigen Österreich und Bayern. Über Severins Herkunft schweigt er. Vermutlich stammte er aus einer vornehmen Familie in Italien und hatte das Mönchsleben im Orient kennengelernt.

Der Mönch, vor dem Könige Respekt hatten

Severin besaß keine Macht und keine Waffen. Und doch hörten selbst germanische Könige auf ihn. Er verhandelte mit ihnen über die Freilassung von Gefangenen, ließ Abgaben eintreiben, um Sklaven freizukaufen und Hungernde zu versorgen, und organisierte Hilfe für Flüchtlinge. Er gründete kleine Klöster, unter anderem in Passau und in Favianis, dem heutigen Mautern an der Donau.

Die letzte Reise

Severin starb am 8. Januar 482 in seiner Zelle in Favianis. Er hatte vorausgesagt, dass die Römer die Provinz verlassen würden, und seine Mönche gebeten, seinen Leichnam mitzunehmen. Als die römische Bevölkerung wenige Jahre später nach Italien abzog, taten sie es. Seine Gebeine fanden schließlich bei Neapel eine neue Ruhestätte.

Severin ist der zweite Diözesanpatron von Linz. Er wird in Österreich und Bayern verehrt. Sein Gedenktag ist der 8. Januar.

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