- Kardinal/Bischof
- Theologe/Theologin
Erzbischof Stefan Heße
Erzbischof von Hamburg
* 7. August 1966 in Köln
Der gebürtige Kölner war Generalvikar und Diözesanadministrator in Köln und ist seit 2015 Erzbischof von Hamburg, dem flächengrößten Bistum Deutschlands.
Stefan Heße ist seit 2015 Erzbischof von Hamburg und leitet damit das flächenmäßig größte Bistum Deutschlands, das Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg umfasst. Der gebürtige Kölner war zuvor in leitenden Aufgaben im Erzbistum Köln tätig, zuletzt als Generalvikar und Diözesanadministrator.
Herkunft und Studium
Heße wurde am 7. August 1966 in Köln geboren und wuchs in einer Bäckerfamilie im Stadtteil Junkersdorf auf. Nach dem Abitur studierte er als Seminarist des Erzbistums Köln Philosophie und Theologie in Bonn. 1993 empfing er die Priesterweihe für das Erzbistum Köln. 2001 wurde er an der Hochschule der Pallottiner in Vallendar mit einer Arbeit über eine Theologie der Berufung bei Hans Urs von Balthasar promoviert.
Aufgaben im Erzbistum Köln
Nach seiner Kaplanszeit in Bergheim war er von 1997 bis 2003 Subregens im Collegium Albertinum in Bonn und begleitete dort die Priesteramtskandidaten. Danach übernahm er Leitungsaufgaben in der Personalabteilung des Generalvikariats und war stellvertretender Generalvikar; zugleich war er Diözesanbeauftragter für Rundfunk und Fernsehen. 2011 wurde er Domkapitular, 2012 Generalvikar. Nach dem Rücktritt von Kardinal Meisner leitete er das Erzbistum 2014 als Diözesanadministrator, bis Kardinal Woelki ihn erneut zum Generalvikar berief.
Erzbischof von Hamburg
Am 26. Januar 2015 ernannte ihn Papst Franziskus nach der Wahl durch das Domkapitel zum Erzbischof von Hamburg. Am 14. März 2015 empfing er im St.-Marien-Dom die Bischofsweihe und wurde zugleich in sein Amt eingeführt. Mit 48 Jahren war er damals der jüngste Diözesanbischof Deutschlands. Sein Wahlspruch lautet Apud Deum omnia possibilia – „Bei Gott ist alles möglich“.
Heße setzte sich früh für Reformen in Sexualmoral und kirchlichem Arbeitsrecht ein. Nach dem Kölner Missbrauchsgutachten von 2021, das ihm Pflichtverletzungen aus seiner Kölner Zeit vorwarf, bot er dem Papst seinen Rücktritt an. Papst Franziskus lehnte ihn im September 2021 ab, und Heße blieb im Amt.