Altarflügel des Meisters von Meßkirch: Die heilige Walburga.
Meister von Meßkirch, Standflügel aus der Martinskirche Meßkirch: Hl. Walburga (16. Jh.), gemeinfrei via Wikimedia Commons
  • Heilig
  • Missionar/in

hl. Walburga

Äbtissin von Heidenheim

Gedenktag (nicht geboten) 25. Februar

Die Angelsächsin aus Wessex, Schwester der Heiligen Willibald und Wunibald, leitete das Doppelkloster Heidenheim. Ihre Gebeine ruhen in Eichstätt, wo bis heute das Walburgisöl gesammelt wird.

Sie kam aus England, um im Land der Franken das Evangelium zu leben, und wurde eine der meistverehrten Heiligen des Mittelalters. Bis heute sammeln die Benediktinerinnen in Eichstätt jedes Jahr an ihrem Grab eine klare Flüssigkeit, das Walburgisöl, das Pilger aus aller Welt mit nach Hause nehmen.

Walburga stammte wohl aus einer adligen angelsächsischen Familie in Wessex. Ihre Brüder Willibald und Wunibald gingen ebenfalls als Missionare auf den Kontinent, im Umfeld des heiligen Bonifatius. Willibald wurde der erste Bischof von Eichstätt, Wunibald gründete das Kloster Heidenheim am Hahnenkamm.

Äbtissin in Heidenheim

Heidenheim war ein Doppelkloster für Mönche und Nonnen. Nach dem Tod ihres Bruders Wunibald im Jahr 761 übernahm Walburga die Leitung des ganzen Klosters. Eine Frau als Vorsteherin auch über die Mönche war ungewöhnlich, aber in angelsächsischer Tradition nicht ohne Vorbild.

Walburga starb an einem 25. Februar. Das Jahr ist umstritten: Ältere Darstellungen nennen 779, die neueste Forschung in der Neuen Deutschen Biographie setzt ihren Tod vorsichtig zwischen 788 und 806 an.

Die Heilige von Eichstätt

Fast ein Jahrhundert lang war Walburga beinahe vergessen. Dann ließ Bischof Otgar von Eichstätt im 9. Jahrhundert ihre Gebeine nach Eichstätt in die Heilig-Kreuz-Kirche übertragen, die heute ihren Namen trägt. Von dort breitete sich ihre Verehrung rasch über den Rhein und bis nach Flandern aus. Teile ihrer Reliquien kamen in zahlreiche andere Orte.

Über ihrem Grab in der Abtei St. Walburg tritt seit Jahrhunderten das „Walburgisöl“ aus. Ihr Gedenktag ist der 25. Februar, ihr Todestag. Mit der „Walpurgisnacht“ am 30. April hat sie nur den Namen gemeinsam: Der 1. Mai erinnert an die Übertragung ihrer Reliquien.

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