
- Heilig
- Missionar/in
hl. Wendelin
Einsiedler, Patron der Hirten und Bauern
Gedenktag (nicht geboten) 20. Oktober
Nach der Legende verzichtete der Königssohn auf die Krone und lebte als Einsiedler und Viehhirte im Bistum Trier. Über seinem Grab entstand die Stadt St. Wendel im Saarland. Er ist Patron der Hirten, Bauern und des Viehs.
Wendelin ist einer der volkstümlichsten Heiligen im Westen Deutschlands. Nach der Legende war er ein Königssohn von den britischen Inseln, der auf Krone und Reichtum verzichtete, als Einsiedler und Viehhirte im Gebiet des Bistums Trier lebte und dort die Menschen zum Glauben führte. Über seinem Grab entstand die Stadt St. Wendel im Saarland. Er ist Patron der Hirten, Bauern und des Viehs.
Die Legende
Was über Wendelin erzählt wird, stammt aus Legenden, die lange nach seinem Tod aufgeschrieben wurden. Danach war er der Sohn eines schottischen oder irischen Königspaares, verließ als junger Mann den Hof und pilgerte nach Rom. Auf dem Rückweg ließ er sich als Einsiedler im Westrich im Bistum Trier nieder und verdingte sich bei einem Gutsherrn als Schweine-, Rinder- und Schafhirt. Gern trieb er die Herde weit hinaus, um in der Stille zu beten. Der Herr, der zunächst über ihn zürnte, erkannte schließlich seine Heiligkeit und ließ ihm eine Zelle bauen. Später sollen ihn die Mönche des Klosters Tholey zu ihrem Abt gewählt haben; das Kloster ist allerdings wohl erst nach seiner Zeit entstanden.
Grab und Verehrung
Nach der Überlieferung starb Wendelin um 617 und wurde bei seiner Einsiedlerhütte begraben. Sein Grab wurde rasch zum Wallfahrtsort; um die Grabkapelle wuchs der Ort, der 1332 Stadtrechte erhielt und seinen Namen trägt: St. Wendel. Die spätgotische Wendalinusbasilika birgt bis heute sein Hochgrab aus der Zeit um 1400. Wendelin wird in vielen Kapellen als Schutzpatron der Hirten, Bauern und Landleute und für das Vieh angerufen. Sein Gedenktag ist der 20. Oktober.