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Einwanderungspolitik der USA: Christen von Abschiebung betroffen

Mit deutlichen Worten beschreibt Schwester Carmen Ugarte Garcia von den Oblatinnen des Allerheiligsten Erlösers die Lage tausender Migranten, die durch die Einwanderungspolitik der USA verschärft ist. „Die Angst beherrscht die

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Andreas Nachbar
3 min Lesezeit
Einwanderungspolitik der USA: Christen von Abschiebung betroffen
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Mit deutlichen Worten beschreibt Schwester Carmen Ugarte Garcia von den Oblatinnen des Allerheiligsten Erlösers die Lage tausender Migranten, die durch die Einwanderungspolitik der USA verschärft ist. „Die Angst beherrscht die Situation“, so Schwester Ugarte wörtlich. In einem Interview mit Radio Vatikan erklärte sie die dramatischen Auswirkungen der Migrationspolitik und die Lage an der mexikanisch-amerikanischen Grenze. Besonders betroffen ist die Grenzstadt Ciudad Juárez. Die Stadt sei für viele einerseits ein Symbol der Hoffnung, doch auf der anderen Seite ein Symbol der Verzweiflung, sagte sie. Unterdessen warnen katholische Kirchenführer in den Vereinigten Staaten vor den Folgen der Abschiebung für christliche Familien. In ihrem Bericht betonen sie, dass etwa 80 Prozent der von der Abschiebung bedrohten Personen Christen seien.

Zunehmende Ausbeutung und Menschenhandel

Die Einwanderungspolitik sollte offiziell der Bekämpfung des Drogenschmuggels und des Waffenhandels dienen. Doch für viele tausende Migranten, die meisten davon aus Kuba, Guatemala, Venezuela oder Kolumbien, ist es ein Stoppschild, welches Ungewissheit schürt. Vor der Grenze wartend sind sie in einem Kreislauf aus Angst und Unsicherheit gefangen, denn für sie geht es weder vorwärts, noch können sie zurück in ihre Länder. Hinzukommt die steigende Ausbeutung der bedürftigen Personen. Schwester Ugarte erklärt, dass viele Migranten Opfer sexueller und körperlicher Ausbeutung werden. Der erhoffte Weg in die Freiheit endet für viele in moderner Sklaverei. Bedroht von organisiertem Verbrechen und Ausbeutung unter illegalen und unmenschlichen Arbeitsverhältnissen ist das Schlimmste die Hoffnungslosigkeit, erklärte Schwester Ugarte.

Viele Frauen kämen nach der gefährlichen Migrationsroute durch den Darién-Dschungel völlig erschöpft und mit Verletzungen an der Grenze an. Der Einsatz der Schwestern und anderen kirchlichen Organisationen ist ein Funken Hoffnung in der verzweifelten Situation der Migranten. Diese bräuchten nicht nur materielle, sondern auch emotionale und spirituelle Unterstützung. „Die Menschen brauchen jemanden, der ihnen zuhört.“ Das Gespräch sei oft die erste und wichtigste Form der Hilfe, erklärt die Ordensschwester.

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Christen von der Einwanderungspolitik der USA bedroht

In ihrem Bericht „One Part of the Body“ erklären Kirchenführer der US-amerikanischen Bischofskonferenz, der National Association of Evangelicals, World Relief und des Center for the Study of Global Christianity die möglichen Folgen der Massenabschiebungen auf christliche Familien in den USA. Einwanderer aus verschiedenen Ländern bilden in den USA „integrale Bestandteile des Leibes Christi“. Die meisten von ihnen seien durch eingebürgerte Staatsbürgerschaft oder rechtmäßige Daueraufenthaltsgenehmigung legal anwesend. Dennoch ist ein erheblicher Teil der Einwanderer von Abschiebung bedroht, da ihr rechtlicher Schutz entzogen werden könnte, warnen die Kirchenführer.

Der von den Führungspersönlichkeiten als „ernüchternd“ bezeichnete Bericht führte auf, wie stark sich diese Situation auf Christen auswirken kann. Demzufolge seien rund 80 Prozent aller von der Abschiebung bedrohten Menschen Christen. 61 Prozent davon seien katholisch, 13 Prozent evangelisch und 7 Prozent gehören einer der anderen christlichen Konfessionen an. Weiter heißt es in dem Bericht, dass etwa einer von zwölf Christen von Abschiebung bedroht sei oder mit jemandem zusammenlebe, der es ist.

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Über Andreas Nachbar

Aufgewachsen in einer katholischen Familie, prägt mich der katholische Glauben seit meiner Kindheit. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit ein vertieftes Interesse an der Tradition des Christentums, der Lehre der katholischen Kirche und der Bedeutung des Glaubens für das persönliche Leben und die Gesellschaft. Durch theologische Weiterbildung vertiefe ich meine Kenntnisse und setze mich mit den Fragen auseinander, die Kirche und Christentum in der Gegenwart bewegen. Themenschwerpunkte sind Familie, Kirche und Glaube, Bildung und Gesellschaft.

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