Ärzte warnen vor Reise: Papst Leo XIV. muss Teilnahme am Friedenstreffen in Assisi absagen
Aus Vorsicht nach seiner Lungenoperation sagt Papst Leo XIV. die Reise zum Friedenstreffen in Assisi ab und wendet sich stattdessen mit einer Botschaft an die Teilnehmer.

Papst Leo XIV. wird am kommenden Dienstag, dem 27. Oktober, nicht wie geplant am internationalen Friedenstreffen in Assisi teilnehmen. Auf Empfehlung seiner behandelnden Ärzte verzichtet er aus Vorsichtsgründen auf die Reise, um seine Genesung nach der Lungenoperation nicht zu gefährden. Eine Röntgenuntersuchung bestätigte laut Vatikan einen ausgezeichneten Genesungsverlauf. Der Papst wird den Teilnehmern eine Botschaft übermitteln.
Genesung im Blick – Papst verzichtet auf Assisi-Besuch
Die Teilnahme des Papstes am Friedenstreffen in Assisi war bereits am 6. Oktober angekündigt worden – wenige Tage vor dem Eingriff am 13. Oktober in der römischen Gemelli-Klinik. Bei der Operation wurde ein Lungentumor entfernt, bei dem es sich laut den vorliegenden Angaben um ein bösartiges Adenokarzinom handelte.
Die jüngste medizinische Untersuchung gibt laut Vatikan Anlass zur Zuversicht: Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs habe den „ausgezeichneten Genesungsverlauf“ bestätigt. Dennoch rieten die behandelnden Ärzte Luigi Carbone und Stefano Margaritora von der vorgesehenen Hubschrauberreise ab, da der Eingriff erst kurze Zeit zurückliege.
Der Vatikanische Pressesaal begründete die Absage mit der notwendigen Schonung nach der Operation. Um die Genesung zu unterstützen und dem ärztlichen Rat zu folgen, werde Leo XIV. am 27. Oktober nicht wie geplant an der Begegnung teilnehmen. Die Entscheidung sei eine Vorsichtsmaßnahme.
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Papstbotschaft an Teilnehmer
Trotz seiner Abwesenheit will Papst Leo XIV. den Teilnehmern des Friedenstreffens eine Botschaft übermitteln. Damit möchte er seine Verbundenheit mit den Organisatoren sowie den Vertretern christlicher Konfessionen und anderer Religionen zum Ausdruck bringen. Zugleich soll die Bedeutung des interreligiösen Dialogs hervorgehoben werden.
Der Vatikan betonte in diesem Zusammenhang den Wert des „Geistes von Assisi“. Gerade angesichts zahlreicher Konflikte seien der Dialog und die Suche nach Worten und Gesten des Friedens wichtige Ressourcen.
Das diesjährige Treffen erinnert an den 27. Oktober 1986, als Papst Johannes Paul II. Vertreter verschiedener Religionen zum Weltgebetstag für den Frieden nach Assisi einlud. Seit 1987 führt die Gemeinschaft Sant’Egidio die Initiative mit internationalen Friedenstreffen in wechselnden Städten fort. Zum 40. Jahrestag kehrt die Begegnung an ihren ursprünglichen Ort zurück.
Leo XIV. hatte im Oktober 2025 am Friedenstreffen „Den Frieden wagen“ in Rom teilgenommen. Bei der abschließenden Zeremonie am Kolosseum richtete er einen eindringlichen Appell gegen die Gewalt: „Die Welt dürstet nach Frieden: Es ist genug mit den Kriegen!“ Zudem stellte er klar: „Nur der Friede ist heilig, weil er von Gott gewollt ist.“
Über Andreas Nachbar
Aufgewachsen in einer katholischen Familie, prägt mich der katholische Glauben seit meiner Kindheit. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit ein vertieftes Interesse an der Tradition des Christentums, der Lehre der katholischen Kirche und der Bedeutung des Glaubens für das persönliche Leben und die Gesellschaft. Durch theologische Weiterbildung vertiefe ich meine Kenntnisse und setze mich mit den Fragen auseinander, die Kirche und Christentum in der Gegenwart bewegen. Themenschwerpunkte sind Familie, Kirche und Glaube, Bildung und Gesellschaft.
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