Glauben

Auferstehung heilt Traurigkeit: „Feuerwerk des Lebens und der Freude“

„Traurigkeit raubt dem Leben Sinn und Kraft und verwandelt es in eine ziellose und sinnlose Reise“ – mit diesen Worten hat Papst Leo XIV. bei seiner Generalaudienz am Mittwoch auf

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Andreas Nachbar
3 min Lesezeit
Auferstehung heilt Traurigkeit: „Feuerwerk des Lebens und der Freude“
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„Traurigkeit raubt dem Leben Sinn und Kraft und verwandelt es in eine ziellose und sinnlose Reise“ – mit diesen Worten hat Papst Leo XIV. bei seiner Generalaudienz am Mittwoch auf dem Petersplatz über die Kraft der Auferstehung gesprochen. Mit dem Blick auf die Erzählung von den Emmaus-Jüngern aus dem Lukasevangelium rief er vor rund 50.000 Gläubigen auf dem Petersplatz dazu auf, die Auferstehung Christi als Quelle neuer Hoffnung und Lebensfreude zu begreifen. Sie verändere den Blick auf die Welt, vertreibe Mutlosigkeit und schenke Zuversicht – ein „Feuerwerk des Lebens und der Freude“, das selbst die Dunkelheit der Traurigkeit zu erhellen vermag.

Auferstehung Christi als Heilmittel gegen die Traurigkeit unserer Zeit

Traurigkeit, die, wie sie Papst Leo bezeichnete, „Krankheit unserer Zeit“ sei, sei im Alltag vieler Menschen allgegenwärtig. Sie verunsichere, raube dem Leben Sinn und Kraft und lasse verzweifeln, betonte der Papst bei seiner Katechese auf dem Petersplatz. Die Auferstehung Christi hingegen könne Traurigkeit heilen, so der Pontifex. Sie sei ein „Feuerwerk des Lebens und der Freude“, das zugleich „sanft, verborgen, in aller Demut“ geschehe.

Anhand der biblischen Erzählung von den Emmaus-Jüngern aus dem Lukasevangelium (24,13–29) veranschaulichte Papst Leo XIV., wie tief menschliche Traurigkeit wirken kann – und wie sie durch die Begegnung mit dem Auferstandenen überwunden wird. Nach der Kreuzigung Jesu verlassen die beiden Jünger enttäuscht und hoffnungslos Jerusalem, ihre Seelen, so der Papst, „wie gelähmt“ von Schmerz und Enttäuschung. Auf ihrem Weg begegnen sie einem Fremden, ohne zu erkennen, dass es der auferstandene Christus ist. Ihre Traurigkeit, erklärte Leo XIV., habe ihren Blick getrübt und sie das göttliche Versprechen vergessen lassen, dass Jesus am dritten Tag auferstehen werde.

Jesus, so schilderte der Papst, hört den Jüngern zunächst aufmerksam zu und lässt sie ihre Enttäuschung aussprechen. Doch dann tadelte er sie: Ihr Herz sei „zu träge“, um den Worten der Propheten zu glauben. Daraufhin erklärt er ihnen die Schriften und macht deutlich, dass Christus leiden, sterben und schließlich auferstehen musste. Das geduldige Zuhören und die Nähe des „unbekannten Weggefährten“ bereiteten den Weg von Resignation hin zu neuer Hoffnung. Später am Abend bitten sie den geheimnisvollen Weggefährten, bei ihnen zu bleiben.

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„Jesus ist nicht in Worten auferstanden, sondern in Taten“

Erst im Moment des Brotbrechens erkennen die Jünger den auferstandenen Jesus. Und mit dieser Erkenntnis, so Leo XIV., öffnen sich „die Augen des Herzens“, der Schleier der Verzweiflung fällt. Plötzlich fügt sich alles zusammen: der gemeinsame Weg, die tröstenden Worte, das Licht der Wahrheit. „Sofort kehrt die Freude zurück, neue Kraft fließt in die müden Glieder, die Erinnerung verwandelt sich wieder in Dankbarkeit. Und die beiden kehren eilig nach Jerusalem zurück, um den anderen alles zu erzählen.“

Papst Leo XIV. betonte, dass Jesus „nicht nur mit Worten, sondern durch Taten“ auferstanden sei – mit einem Leib, der die Spuren seines Leidens trägt. Der Sieg des Lebens sei „kein leeres Wort“, sondern eine greifbare, reale Wirklichkeit. An die Gläubigen gerichtet, sagte er: „Die unerwartete Freude der Emmaus-Jünger möge uns eine sanfte Mahnung sein, wenn der Weg beschwerlich wird. Es ist der Auferstandene, der die Perspektive radikal verändert und jene Hoffnung schenkt, die die Leere der Traurigkeit füllt. Auf den Wegen des Herzens geht der Auferstandene mit uns und für uns. Er bezeugt die Niederlage des Todes und verkündet den Sieg des Lebens – trotz der Finsternis von Golgotha. Die Geschichte hat allen Grund, noch auf das Gute zu hoffen.“ Die Anerkennung der Auferstehung bedeute, die Welt mit neuen Augen zu sehen – erfüllt vom Staunen über Jesus, unser Licht und unsere Wahrheit, so Leo XIV.

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Über Andreas Nachbar

Aufgewachsen in einer katholischen Familie, prägt mich der katholische Glauben seit meiner Kindheit. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit ein vertieftes Interesse an der Tradition des Christentums, der Lehre der katholischen Kirche und der Bedeutung des Glaubens für das persönliche Leben und die Gesellschaft. Durch theologische Weiterbildung vertiefe ich meine Kenntnisse und setze mich mit den Fragen auseinander, die Kirche und Christentum in der Gegenwart bewegen. Themenschwerpunkte sind Familie, Kirche und Glaube, Bildung und Gesellschaft.

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