Glauben

Heilige Drei Könige: Bedeutung, Herkunft und Brauchtum

Am 6. Januar wird das Fest der Heiligen Drei Könige gefeiert. Die Sterndeuter aus dem Morgenland machten sich einst auf den Weg nach Betlehem, um einem neugeborenen König ihre Ehre

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Andreas Nachbar
2 min Lesezeit
Heilige Drei Könige: Bedeutung, Herkunft und Brauchtum
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Am 6. Januar wird das Fest der Heiligen Drei Könige gefeiert. Die Sterndeuter aus dem Morgenland machten sich einst auf den Weg nach Betlehem, um einem neugeborenen König ihre Ehre zu erweisen. Bis heute erinnern Bräuche wie das Sternsingen an diese Reise und verbinden alte Tradition mit Gegenwart.

Herkunft der Heiligen Drei Könige

Nach dem Matthäusevangelium (Mt 2, 1-12) folgten Sterndeuter aus dem Morgenland einem besonderen Stern bis nach Betlehem, um dem neugeborenen „König der Juden“ ihre Ehre zu erweisen. Nach den Hirten waren die Drei Könige die zweite Gruppe, die zur Krippe mit dem Jesuskind reiste.

Ihre Namen – Caspar, Melchior und Balthasar – wurden erst im 9. Jahrhundert überliefert und gelten früh als Weise. Auch wenn die biblische Überlieferung weder die genaue Zahl der Sterndeuter noch deren sozialen Stand nennt, geht man aufgrund ihrer Gaben – Gold, Weihrauch und Myrrhe – davon aus, dass sie Könige und zu dritt waren. Ihre Namen stehen außerdem stellvertretend für die drei damals bekannten Kontinente Afrika, Asien und Europa – ein Zeichen dafür, dass Gott in die gesamte Welt kommt.

In einer anderen Auslegung des Evangeliums stehen sie für das Menschengeschlecht, das auf die drei Söhne Noahs zurückgeht. In der Ikonographie werden sie zudem in unterschiedlichen Altersstufen – Jüngling, Erwachsener und Greis – dargestellt.

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Tradition und Brauchtum am Hochfest der „Erscheinung des Herrn“

Am 6. Januar, dem Hochfest „Erscheinung des Herrn“, erinnert die Kirche an die Heiligen Drei Könige. Ein alter Brauch ist das Weihen des sogenannten „Dreikönigswassers“. Dabei wird, in Anlehnung an die Taufe, Wasser aus einem Fluss entnommen und gesegnet. Dieses soll Schutz vor Unwettern bringen.

Besonders bekannt ist das Dreikönigssingen oder Sternsingen: Kinder ziehen als Caspar, Melchior und Balthasar verkleidet von Haus zu Haus, bringen den Segen des Jesuskindes und sammeln Spenden für Kinder in Not. Diese Tradition reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Seit 1959 ist die Sternsingeraktion die größte Solidaritätsaktion „von Kindern für Kinder“ und verbindet religiöses Brauchtum mit sozialem Engagement.

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Über Andreas Nachbar

Aufgewachsen in einer katholischen Familie, prägt mich der katholische Glauben seit meiner Kindheit. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit ein vertieftes Interesse an der Tradition des Christentums, der Lehre der katholischen Kirche und der Bedeutung des Glaubens für das persönliche Leben und die Gesellschaft. Durch theologische Weiterbildung vertiefe ich meine Kenntnisse und setze mich mit den Fragen auseinander, die Kirche und Christentum in der Gegenwart bewegen. Themenschwerpunkte sind Familie, Kirche und Glaube, Bildung und Gesellschaft.

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