Immuntherapie nach Lungenoperation bei Papst Leo XIV.? Vatikan reagiert auf Berichte
Gerüchte um eine langjährige Krebsbehandlung des Papstes sorgen für Aufsehen. Der Vatikan stellt klar, wie es um seine Gesundheit und die geplante Reise wirklich steht.

Papst Leo XIV. will seine für den 6. bis 17. November geplante Südamerikareise wie vorgesehen antreten. Die Reise führt ihn nach Uruguay, Argentinien und Peru. Trotz Spekulationen über eine mögliche Immuntherapie nach seiner Lungenoperation gibt der Vatikan Entwarnung. Ohne ausdrücklich auf die entsprechenden Berichte einzugehen, weist er auch Mutmaßungen über eine mögliche Verschiebung oder Verkürzung der Reise zurück: Die jüngsten Untersuchungen hätten bestätigt, dass keine weitere onkologische Behandlung notwendig sei. Auch gegen die geplante Apostolische Reise gebe es aus medizinischer Sicht keine Einwände.
Vatikan dementiert Berichte über Immuntherapie
Auslöser der Spekulationen war ein Bericht des brasilianischen Senders GloboNews. Dieser hatte unter Berufung auf Quellen aus der römischen Gemelli-Klinik gemeldet, Papst Leo XIV. solle zur Vorbeugung gegen einen Rückfall mindestens drei Jahre lang mit einer Immuntherapie behandelt werden. Auch das italienische Nachrichtenportal Fanpage griff die Berichte auf und verwies auf die Angaben der GloboNews-Korrespondentin Mirticeli Medeiros. Demnach hätten Klinikquellen eine vorbeugende Behandlung mit dem Wirkstoff Pembrolizumab nach dem Eingriff ins Gespräch gebracht.
Die italienische Nachrichtenagentur AGI berichtete hingegen, dass diese Angaben in vatikanischen Kreisen keine Bestätigung fänden. Die kursierenden Informationen über eine mögliche weitere Behandlung seien dort dementiert worden. Der Vatikan verwies auf die bereits veröffentlichten Ergebnisse der abschließenden Gewebeanalysen und molekularbiologischen Untersuchungen. Diese hätten ein lokal begrenztes Lungenadenokarzinom bestätigt. Nach der anschließenden onkologischen Beurteilung sei keine weitere Behandlung notwendig, hatten die Ärzte mitgeteilt.
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Ruhepausen, aber die Genesung schreitet voran
Auch nach der Rückkehr in den Vatikan erhole sich Papst Leo XIV. nach seiner Lungenoperation weiterhin planmäßig. Seit seiner Entlassung aus der Klinik habe er seine Amtsgeschäfte schrittweise wieder aufgenommen. Dabei achte er darauf, seinen Tagesablauf mit den ärztlichen Empfehlungen abzustimmen und sich zwischen wichtigen Terminen ausreichend Ruhe zu gönnen, so das vatikanische Presseamt. Auch mit Blick auf die im November anstehende Apostolische Reise nach Südamerika geben der Vatikan und die behandelnden Ärzte grünes Licht.
Große Vorfreude auf die Südamerikareise
Der geplanten Apostolischen Reise vom 6. bis 17. November nach Uruguay, Argentinien und Peru steht nach Angaben des Vatikans somit nichts entgegen. Sie soll „gemäß dem zuvor veröffentlichten Programm“ stattfinden. Leo XIV. selbst blickt der Reise „mit großer Freude und Begeisterung“ entgegen. Er wolle den Menschen vor Ort eine Botschaft der Hoffnung und des Friedens bringen.
„Ich freue mich, auf den Kontinent zurückkehren zu können, auf dem ich so viele Momente meines Lebens verbracht habe“, erklärte der Papst laut Presseamt. Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass die Reise dazu beitragen werde, die Herzen füreinander zu öffnen, die Gemeinschaft untereinander zu stärken und das Engagement für die Verkündigung des Evangeliums zu erneuern.
Der Besuch hat für Leo XIV. auch eine persönliche Bedeutung: Vor seiner Wahl zum Papst wirkte Robert Francis Prevost rund 20 Jahre lang in Peru – zunächst als Missionar, später als Bischof.
Über Andreas Nachbar
Aufgewachsen in einer katholischen Familie, prägt mich der katholische Glauben seit meiner Kindheit. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit ein vertieftes Interesse an der Tradition des Christentums, der Lehre der katholischen Kirche und der Bedeutung des Glaubens für das persönliche Leben und die Gesellschaft. Durch theologische Weiterbildung vertiefe ich meine Kenntnisse und setze mich mit den Fragen auseinander, die Kirche und Christentum in der Gegenwart bewegen. Themenschwerpunkte sind Familie, Kirche und Glaube, Bildung und Gesellschaft.
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