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hl. Franz Xaver
Ordenspriester, Glaubensbote in Indien und Ostasien
* 7. April 1506 in Javier (Navarra)† 3. Dezember 1552 in Insel Shangchuan (China)Gedenktag 3. Dezember
Der Jesuit aus Navarra brachte das Evangelium nach Indien, Indonesien und Japan und starb 1552 vor den Toren Chinas. Er ist zusammen mit Therese von Lisieux Patron der Weltmission.
Elf Jahre. Mehr Zeit hatte Franz Xaver als Missionar nicht, und mehr als dreieinhalb davon verbrachte er auf Schiffen. Trotzdem gilt er vielen als der größte Missionar der Neuzeit.
Franz wurde am 7. April 1506 auf der Burg Javier in Navarra geboren, in einer adligen, aber verarmten Familie. Er ging zum Studium nach Paris, ein begabter, ehrgeiziger junger Mann mit einer glänzenden Laufbahn vor sich. Dort traf er Ignatius von Loyola. Der ließ ihn die Geistlichen Übungen machen, und danach war nichts mehr wie vorher. Franz gehörte zum ersten Kreis um Ignatius, aus dem die Gesellschaft Jesu hervorging, und wurde Priester.
Indien, die Molukken, Japan
Der portugiesische König suchte Missionare für seine Besitzungen in Asien. Franz Xaver ging. Von Goa aus, der Hauptstadt des portugiesischen Ostens, zog er weiter zu den armen Fischern an der Südküste Indiens: Er unterrichtete Kinder im Katechismus und in den Gebeten, taufte und pflegte Kranke. Dann segelte er zu den Molukken, den entlegensten Inseln des indonesischen Archipels, und übertrug dort den Katechismus in Versform in die Landessprache, damit die Menschen ihn singen konnten.
In Indien traf er einen Japaner, der ihm von seinem Land erzählte – einem Land, das noch kein europäischer Missionar betreten hatte. Franz brach auf. Die drei Jahre in Japan waren hart: das Klima, die Widerstände, die fremde Sprache. Aber was er säte, wuchs. Bis heute gilt er als der Apostel Japans.
Vor den Toren Chinas
In Japan begriff er, dass China der Schlüssel für ganz Asien war. Er kehrte nach Goa zurück und schiffte sich wieder ein. Doch er kam nicht ans Festland. Auf der kleinen Insel Shangchuan vor der chinesischen Küste, während er auf eine Überfahrt nach Kanton wartete, starb er am 3. Dezember 1552 – fast allein, nur ein Chinese wachte bei ihm. Er war 46 Jahre alt.
Sein Leib wurde nach Goa gebracht, wo er bis heute verehrt wird. 1622 wurde Franz Xaver heiliggesprochen. Zusammen mit Therese von Lisieux ist er Patron der Weltmission. In seinen Briefen schrieb er einmal, die Mühen und Gefahren verwandelten sich in Freude, wenn man sie aus Liebe zu Gott trage.