- Kardinal/Bischof
- Lehrer/in
- Theologe/Theologin
Bischof Heiner Wilmer
Bischof von Münster und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
* 9. April 1961 in Schapen (Emsland)
Der Herz-Jesu-Priester aus dem Emsland war Lehrer, Schulleiter und Generaloberer seines Ordens. Nach acht Jahren als Bischof von Hildesheim ist er seit 2026 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und Bischof von Münster.
Heiner Wilmer ist seit Februar 2026 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und damit oberster Repräsentant der katholischen Kirche in Deutschland. Seit Juni 2026 leitet er das Bistum Münster, die mitgliederstärkste Diözese des Landes. Der Ordensmann der Herz-Jesu-Priester war zuvor Lehrer, Schulleiter, Generaloberer seiner Gemeinschaft in Rom und Bischof von Hildesheim.
Vom Emsland in den Orden
Wilmer wurde am 9. April 1961 in Schapen im Emsland geboren und wuchs auf einem Bauernhof auf. Er besuchte das Gymnasium Leoninum in Handrup, eine Schule der Herz-Jesu-Priester, und trat 1980 in diese Ordensgemeinschaft ein (Dehonianer, SCJ). Nach dem Noviziat in Freiburg legte er 1985 die ewige Profess ab.
Studium und Priesterweihe
Er studierte Theologie in Freiburg und Romanistik in Paris und wurde 1987 in Freiburg zum Priester geweiht. Anschließend studierte er französische Philosophie in Rom, wurde 1991 in Fundamentaltheologie promoviert und studierte danach Geschichte für das Lehramt.
Lehrer und Schulleiter
Nach dem Referendariat in Meppen unterrichtete er Religion, Geschichte und Politik in Vechta. 1997/98 war er Lehrer an einer Jesuitenschule in der New Yorker Bronx – eine Erfahrung, die ihn nachhaltig prägte. Von 1998 bis 2007 leitete er seine frühere Schule, das Gymnasium Leoninum in Handrup.
Ordensoberer in Bonn und Rom
2007 wurde er Provinzial der deutschen Provinz der Herz-Jesu-Priester mit Sitz in Bonn. 2015 wählte ihn seine Gemeinschaft zum Generaloberen; in Rom leitete er den weltweit tätigen Orden.
Bischof von Hildesheim
Am 6. April 2018 ernannte ihn Papst Franziskus zum 71. Bischof von Hildesheim; die Bischofsweihe empfing er am 1. September 2018 im Hildesheimer Mariendom. Sein Wahlspruch lautet Adiutores gaudii vestri – „Mitarbeiter eurer Freude“ (2 Kor 1,24). Er versprach, Missbrauchsfälle ohne Schonung aufzuklären, und bezeichnete die Aufarbeitung als Daueraufgabe. In der Bischofskonferenz leitete er die Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen.
Vorsitzender der Bischofskonferenz und Bischof von Münster
Am 24. Februar 2026 wählten ihn die deutschen Bischöfe in Würzburg zum Nachfolger von Georg Bätzing als Vorsitzenden. Er gilt als Unterstützer des Synodalen Wegs und zugleich als Brückenbauer zwischen den Lagern und zu Rom. Wenige Wochen später, am 26. März 2026, ernannte ihn Papst Leo XIV. zum Bischof von Münster; am 21. Juni 2026 wurde er im St.-Paulus-Dom als 77. Bischof dieses Bistums eingeführt.