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hl. Johannes Paul II.

Papst (1978–2005)

* 18. Mai 1920 in Wadowice (Polen)† 2. April 2005 in VatikanGedenktag (nicht geboten) 22. Oktober

Der Pole Karol Wojtyła war von 1978 bis 2005 Papst, der erste Nichtitaliener seit über 450 Jahren. Er reiste in 129 Länder, überlebte 1981 ein Attentat und setzte sich für Menschenwürde und Religionsfreiheit ein. 2014 wurde er heiliggesprochen.

Johannes Paul II. war der erste nichtitalienische Papst seit mehr als 450 Jahren und regierte die Kirche über 26 Jahre lang. Der Pole aus Wadowice reiste in 129 Länder, setzte sich für Religionsfreiheit und Menschenwürde ein, trug zum Ende des Kommunismus in Mittel- und Osteuropa bei und begründete die Weltjugendtage. Papst Franziskus sprach ihn 2014 heilig.

Jugend unter der Besatzung

Karol Józef Wojtyła wurde am 18. Mai 1920 in Wadowice bei Krakau geboren. Seine Mutter starb, als er neun Jahre alt war; später verlor er auch seinen älteren Bruder und den Vater. Er studierte ab 1938 in Krakau Philosophie und Literatur und spielte Theater. Während der deutschen Besatzung arbeitete er in einem Steinbruch und einer Fabrik und besuchte ab 1942 das geheime Priesterseminar von Krakau. Am 1. November 1946 weihte ihn Kardinal Adam Sapieha zum Priester.

Bischof, Konzilsvater, Papst

Nach Studien in Rom lehrte er Ethik in Lublin. 1958 wurde er Weihbischof, 1964 Erzbischof von Krakau; er nahm am Zweiten Vatikanischen Konzil teil, und 1967 machte ihn Paul VI. zum Kardinal. Am 16. Oktober 1978 wählten ihn die Kardinäle zum Papst; am 22. Oktober trat er sein Amt mit dem Ruf an: „Habt keine Angst!“ Am 13. Mai 1981 wurde er auf dem Petersplatz bei einem Attentat schwer verletzt; später besuchte er den Attentäter im Gefängnis und vergab ihm.

In seinem langen Pontifikat schrieb er zahlreiche Enzykliken, veröffentlichte den Katechismus der Katholischen Kirche und führte den Sonntag der Barmherzigkeit ein. In seinen letzten Jahren war er von der Parkinson-Krankheit gezeichnet. Er starb am 2. April 2005, am Vorabend des Barmherzigkeitssonntags, im Vatikan. Benedikt XVI. sprach ihn am 1. Mai 2011 selig, Franziskus am 27. April 2014 zusammen mit Johannes XXIII. heilig. Sein Gedenktag ist der 22. Oktober, der Tag seines Amtsantritts.

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