Gemälde von Peter Paul Rubens (um 1611), Museo del Prado: der Apostel Simon.
Peter Paul Rubens, „Der hl. Simon“ aus dem Apostelzyklus (um 1611), Museo del Prado, gemeinfrei via Wikimedia Commons
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hl. Simon

Apostel

Fest 28. Oktober

Simon gehörte zu den zwölf Aposteln und trägt den Beinamen „Kananäus“ oder „der Zelot“, der Eiferer. Über ihn ist wenig bekannt; nach späterer Überlieferung verkündete er mit Judas Thaddäus im Osten das Evangelium.

Simon gehört zu den zwölf Aposteln Jesu. Um ihn von Simon Petrus zu unterscheiden, tragen die Evangelien einen Beinamen mit: Matthäus und Markus nennen ihn „Kananäus“, Lukas „den Zeloten“. Beides bedeutet so viel wie „Eiferer“. Über ihn ist nur wenig überliefert. Die Kirche feiert ihn gemeinsam mit dem Apostel Judas Thaddäus, neben dem er in allen Apostellisten steht.

Der Eiferer unter den Zwölf

Simon wird in den vier Apostellisten des Neuen Testaments genannt (Mt 10,4; Mk 3,18; Lk 6,15; Apg 1,13). Sein Beiname zeigt, dass er sich leidenschaftlich für das Gesetz Gottes und sein Volk einsetzte; vielleicht stand er der jüdischen Bewegung der Zeloten nahe, die gegen die römische Herrschaft kämpfte. Benedikt XVI. bemerkte, dass im Kreis der Zwölf so unterschiedliche Menschen wie der Eiferer Simon und der Zöllner Matthäus, der mit den Römern zusammengearbeitet hatte, ihre Einheit in der Gemeinschaft mit Jesus fanden.

Überlieferung

Über das weitere Leben Simons berichtet die Bibel nichts. Spätere Überlieferungen erzählen, er habe gemeinsam mit Judas Thaddäus in Mesopotamien oder Persien das Evangelium verkündet und dort das Martyrium erlitten; in der Kunst wird er deshalb oft mit einer Säge dargestellt. Diese Erzählungen sind legendarisch. Sein Fest feiert die Kirche zusammen mit Judas Thaddäus am 28. Oktober.

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