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Bischof Stefan Oster
Bischof von Passau
* 3. Juni 1965 in Amberg (Oberpfalz)
Der Salesianer Don Boscos war Journalist, studierte in Oxford und lehrte Dogmatik in Benediktbeuern. Seit 2014 ist er Bischof von Passau und eine der markanten Stimmen in der Deutschen Bischofskonferenz.
Stefan Oster ist seit 2014 der 85. Bischof von Passau. Der Salesianer Don Boscos kam über einen ungewöhnlichen Weg ins Bischofsamt: vom Journalismus über das Philosophiestudium in Oxford zum Orden und zur Professur für Dogmatik. In der Deutschen Bischofskonferenz gehört er zu den profilierten Stimmen, die bei Reformfragen eng an der Lehre der Weltkirche festhalten, und ist in den sozialen Medien einer der präsentesten deutschen Bischöfe.
Vom Redakteur zum Philosophen
Oster wurde am 3. Juni 1965 in Amberg in der Oberpfalz geboren. Nach dem Abitur ließ er sich zum Zeitungs- und Hörfunkredakteur ausbilden und arbeitete einige Jahre in diesem Beruf. Ab 1988 studierte er Philosophie, Geschichte und Religionswissenschaften in Regensburg, Kiel sowie in Keele und Oxford in England. 1993 schloss er in Oxford mit dem Master of Studies ab, 1994 in Regensburg mit dem Magister Artium. Er war Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Salesianer Don Boscos
1995 trat er in das Noviziat der Salesianer Don Boscos in Jünkerath in der Eifel ein. Nach der ersten Profess 1996 studierte er Theologie an der Ordenshochschule in Benediktbeuern; 1999 legte er die ewigen Gelübde ab. 2001 weihte ihn Bischof Viktor Josef Dammertz zum Priester.
Professor in Benediktbeuern
2003 wurde er in Augsburg mit einer preisgekrönten Arbeit über den Philosophen Ferdinand Ulrich promoviert, dessen Schriften er auch herausgab. Er lehrte Philosophie in Benediktbeuern und habilitierte sich 2009 in Trier bei Rudolf Voderholzer im Fach Dogmatik über Person und Transsubstantiation. Danach war er Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte in Benediktbeuern, bis die Hochschule 2013 den Lehrbetrieb einstellte. Seine Schwerpunkte lagen in Christologie, Ekklesiologie und Mariologie.
Bischof von Passau
Am 4. April 2014 ernannte ihn Papst Franziskus zum Bischof von Passau; am 24. Mai 2014 weihte ihn Kardinal Reinhard Marx im Passauer Stephansdom. Damals war er der jüngste Diözesanbischof Deutschlands. Sein Wahlspruch lautet Victoria veritatis caritas – „Der Sieg der Wahrheit ist die Liebe“.
In der Bischofskonferenz leitete er von 2016 bis 2021 die Jugendkommission und ist heute deren stellvertretender Vorsitzender sowie Mitglied der Kommission für Ehe und Familie. Er ist Kontaktbischof der DJK-Sportjugend. Papst Franziskus berief ihn zur Teilnahme an der Weltsynode 2023/24 in Rom.