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Schweres Zugunglück in Spanien: 68 Tote – Bischöfe rufen zum Gebet auf

Mindestens 68 Tote und über 170 Verletzte nach Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge. Bischöfe rufen zum Gebet auf.

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Andreas Nachbar
3 min Lesezeit
Schweres Zugunglück in Spanien: 68 Tote – Bischöfe rufen zum Gebet auf
(c) Screenshot | YouTube | Guardia Civil

Zwei Hochgeschwindigkeitszüge sind am Mittwochmorgen (28. Oktober) südlich von Madrid kollidiert. Nach Behördenangaben kamen mindestens 68 Menschen ums Leben, mehr als 170 wurden verletzt. Die Rettungsarbeiten dauern an, die Ursache ist noch nicht abschließend geklärt. Die spanischen und deutschen Bischöfe rufen zum Gebet für die Opfer, Verletzten und Angehörigen auf.

Suche nach der Ursache des Zugunglücks

An dem Unglück beteiligt waren zwei Züge der Bahngesellschaften Renfe und Iryo, in denen sich insgesamt 544 Menschen befanden. Durch die Wucht des Aufpralls stürzten mehrere Waggons einen Bahndamm hinunter.

Als mögliche Ursache gilt ein menschlicher Fehler in einem Kontrollzentrum des staatlichen Schienenbetreibers Adif in Madrid. Verkehrsminister Óscar Puente zufolge sei zuvor ein Sicherheitssystem in der Region ausgefallen, weshalb beide Züge zunächst angehalten worden seien. Anschließend sei die Freigabe zur Weiterfahrt erfolgt. Ein Mitarbeiter habe im Kontrollzentrum angeordnet, dass der dahinter fahrende Renfe-Zug seine Fahrt mit „normaler Geschwindigkeit“ fortsetzen solle, doch der davor stehende Iryo-Zug habe seine Fahrt nicht wieder aufgenommen. Rund zehn Minuten später sei es zur Kollision gekommen, erklärte Puente.

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig. Nach Angaben des Präsidenten der Region Kastilien-La Mancha, Emiliano García-Page, konnten die Rettungskräfte zunächst nicht in alle Waggons vordringen. Deshalb sei nicht auszuschließen, dass die Zahl der Todesopfer und Verletzten weiter steigt.

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Papst und Bischöfe bekunden Mitgefühl nach Zugunglück

Papst Leo XIV. hat auf das schwere Zugunglück im spanischen Urda in der Provinz Toledo mit Bestürzung reagiert. In einem vom vatikanischen Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichneten Kondolenztelegramm sprach das Kirchenoberhaupt den Angehörigen der Todesopfer sein tiefes Mitgefühl aus. Zugleich versicherte er, für die Verstorbenen zu beten, und wünschte den Verletzten eine rasche Genesung.

Der Pontifex würdigte zudem den Einsatz der Rettungskräfte und ermutigte sie, ihre Arbeit beharrlich fortzusetzen. Abschließend spendete er den Betroffenen den apostolischen Segen und verwies auf die Hoffnung auf den auferstandenen Herrn.

Auch die spanische Bischofskonferenz hat den Angehörigen der Opfer des schweren Zugunglücks ihre Solidarität ausgesprochen. Die Bischöfe versicherten, für die „ewige Ruhe der Verstorbenen und für die Genesung der Verletzten“ zu beten. Zugleich riefen sie dazu auf, der Opfer auch in Gottesdiensten zu gedenken.

Auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, äußerte sich bestürzt. „Schlagartig wurden Menschen mitten aus dem Leben gerissen“, erklärte er am Mittwoch. Seine Gedanken und Gebete seien bei den Toten, den Verletzten und ihren Familien. Ihnen gelte sein tiefes Mitgefühl.

Wilmer würdigte zudem die Arbeit der Seelsorger und Einsatzkräfte, die den Betroffenen vor Ort beistehen. In dieser schweren Situation bat er um göttlichen Beistand: „Wir wenden uns an Gott und bitten ihn um Trost, Kraft und neue Hoffnung.“

Anteilnahme aus der Politik

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez bekundete seine Solidarität mit den Betroffenen, König Felipe VI. sprach den Hinterbliebenen sein Beileid aus und würdigte den Einsatz der Rettungskräfte. Auch die EU-Spitzen von der Leyen, Costa und Metsola drückten ihr Mitgefühl aus. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kondolierte dem König im Namen der Deutschen, Bundeskanzler Friedrich Merz schloss sich an.

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Über Andreas Nachbar

Aufgewachsen in einer katholischen Familie, prägt mich der katholische Glauben seit meiner Kindheit. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit ein vertieftes Interesse an der Tradition des Christentums, der Lehre der katholischen Kirche und der Bedeutung des Glaubens für das persönliche Leben und die Gesellschaft. Durch theologische Weiterbildung vertiefe ich meine Kenntnisse und setze mich mit den Fragen auseinander, die Kirche und Christentum in der Gegenwart bewegen. Themenschwerpunkte sind Familie, Kirche und Glaube, Bildung und Gesellschaft.

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