Welt

„Lasst euch nicht entmutigen!“: Papst Leo XIV. macht der Jugend Mut

In seiner Botschaft zum 41. Weltjugendtag ruft der Papst junge Menschen dazu auf, sich trotz Kriegen, Krisen und Zukunftsängsten für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit einzusetzen.

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Andreas Nachbar
2 min Lesezeit
Jugendtreffen in Lissabon
(c) Conferencia Episcopal Española

Kriege, Krisen, Zukunftsängste und gesellschaftliche Spannungen: Viele junge Menschen blicken mit Sorge auf die Welt. Papst Leo XIV. nimmt diese Ängste ernst. In seiner am Dienstag, dem 3. November, veröffentlichten Botschaft zum 41. Weltjugendtag ermutigt er die Jugend, sich von den Herausforderungen nicht lähmen zu lassen und die Zukunft mit Hoffnung und Zuversicht mitzugestalten. Begangen wird der Weltjugendtag am 22. November 2026 weltweit in den einzelnen Diözesen.

„Habt Mut: Ich habe die Welt besiegt!“

Als Leitwort wählt der Papst einen Vers aus dem Johannesevangelium (Joh 16,33). Er verschweigt dabei nicht, wie schwierig die Lage vieler junger Menschen ist: Die Welt sei zwar voller Möglichkeiten, zugleich aber von Ungerechtigkeit, Spannungen und Ängsten gezeichnet. Viele sehnten sich nach Frieden und Gemeinschaft und erlebten stattdessen Gewalt und Einsamkeit.

Christen, so Leo XIV., sollten sich von diesen Widersprüchen nicht entmutigen lassen. Sie seien vielmehr aufgerufen, die Welt mit den Augen Christi zu sehen und ihr mit Liebe zu begegnen. Jesus habe die Welt „nicht aus der Ferne geliebt“. Seine Nachfolger sollten sich deshalb nicht zurückziehen, sondern dort präsent sein, wo Menschen Hilfe, Zuwendung und Hoffnung brauchen.

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Mut im Alltag

Konkret wird der Papst bei der Frage, wie christlicher Mut im Alltag aussehen kann. Es gehe darum, liebevoll zu bleiben, auch wenn Härte einfacher erscheint, Frieden statt Konfrontation zu suchen und selbst in schwierigen Zeiten die Hoffnung nicht aufzugeben. Dieser Mut richte sich nicht gegen andere, sondern stehe für „Leben, Wahrheit, Freiheit und Gerechtigkeit“.

Zugleich betont Leo XIV. die Bedeutung der Demut. Dazu gehöre, die eigenen Grenzen anzuerkennen und die Hilfe anderer anzunehmen.

Nächstes Ziel: Seoul 2027

Zum Schluss richtet der Papst den Blick auf den nächsten internationalen Weltjugendtag, der vom 3. bis 8. August 2027 in Seoul stattfindet. Zu dem Treffen werden junge Menschen aus aller Welt erwartet, die gemeinsam mit dem Papst ihren Glauben feiern. Neben Gottesdiensten und Gebeten bietet es Raum für Begegnungen, für den Austausch über Glaubensfragen und für das Kennenlernen anderer Kulturen. Die Jugendlichen könnten dort die Vielfalt der Weltkirche und die Gastfreundschaft der koreanischen Kirche erleben, schreibt Leo XIV.

Mit seiner Einladung verbindet der Papst einen besonderen Wunsch: Die Begegnung solle zu einer persönlichen Erfahrung mit Jesus Christus werden, dem die jungen Menschen ihr Leben anvertrauen könnten.

Der Weltjugendtag zählt zu den größten internationalen Ereignissen der katholischen Kirche. Er soll junge Menschen darin bestärken, ihren Glauben zu leben und sich aktiv in Kirche und Gesellschaft einzubringen. Mit Seoul findet das Treffen erstmals seit 1995 in Asien statt.

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Über Andreas Nachbar

Aufgewachsen in einer katholischen Familie, prägt mich der katholische Glauben seit meiner Kindheit. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit ein vertieftes Interesse an der Tradition des Christentums, der Lehre der katholischen Kirche und der Bedeutung des Glaubens für das…

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